Category: Back to Life!
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Das was für mich zählt ist - ich war schon seit über 6 Monaten nicht mehr im Krankenhaus. Ein Grund zum aufatmen weil so ein Krankenhausaufenthalt ist fast das Schlimmste für einen Menschen der eine Angststörung hat.

 

Ich denke durch die Ereignisse der letzten Monate ist mir einiges klarer geworden. Körperlich bin ich froh wenn ich ein Glas Marmelade aufbekomme. Falls nicht muss ich meine Tochter fragen.

 

Die letzte Zeit wird es zur Herausforderung den Deckel auf die Kanne zu schrauben. Alles dauert und manchmal nervt das. Der Horror ist wenn mir etwas auf dem Boden landet, habe es mit Telepathie versucht klappt aber nicht. Man entwickelt wirklich Tricks alles so schmerzfrei wie möglich zu machen... ... ... tja, oder man lässt es einfach. Müsste echt mal wieder Staubsaugen, aber ich muss die kleine Umräumaktion von gestern aus den Knochen bekommen.

Seit einiger Zeit bin ich damit beschäftigt mich von Sachen zu trennen. Bei der Gelegenheit stach mir meine alte Anlage ins Auge, damit nahm das Unheil seinen Lauf *schmunzel*

Diese Anlage habe ich auch in Wolfsburg nicht mehr benutzt und Geräte stehen sich ja schon mal tot. Oh, da ist ja noch eine *grübel* Kassette drin mal reinhören was ich vor geschätzten 15 Jahren so gehört hab. Dann war ich froh das ich auf meiner "neuen" Couch saß, sonst hätte mich dass was ich hörte fast umgehauen. Diese Musik war über 33 Jahre alt und dann ging es los...

Vor 33 Jahren lebte ich in Tecklenburg und das Gedankenkarussell fing an sich zu drehen. Da könnte man einen interessanten Film draus machen... Alles drin von "Die Straßen von San Franzisko" über "Miss Marple" zu "Lovestory." Um es auf den Punkt zu bringen - ich habe gelebt... vor allem habe ich gelebt!

Da war ich noch jung und es war auch eine schöne Zeit. Wer mich von damals noch kennt und sich jetzt angesprochen fühlt möchte ich jetzt an dieser Stelle Grüßen. Denke noch oft an die Zeit in Westfalen, aber da war auch die Zeit die mich immer noch belastet. Vielleicht sollte ich mir das einmal von der Seele schreiben. Wie gesagt vielleicht, kann das nicht beurteilen - nein das ist nicht ganz richtig, ich konnte das nicht beurteilen bis vor ein paar Tagen. aber dazu komme ich später.

Da mein Körper immer mehr weigert den Kopf dahin zu bringen wo er hin will und der Rollator mein bester Freund wird mache ich aus der Not eine Tugend. Solange der Kopf noch funktioniert und die Finger tippen können ist noch Hoffnung. Aufgeben war noch nie meine Stärke. Habe mir meinen Artikel in "Back to Life" angesehen. Um es mal genau zu sagen - das war ein Zusammenbruch. Davon hatte ich die letzte Zeit einige, das war ein toller Jahreswechsel. Gut das ich das Anfang Januar klären konnte. Natürlich nicht ohne meinen "Lebenshelfer" ... ja so möchte ich ihn nennen, ohne den ich es nicht geschafft hätte. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei der Dame von der Stadt Oldenburg bedanken, die mich hier zu hause besucht hat. Habe ja wirklich die Hoffnung das meine fast letzte Visitenkarte in guten Händen ist und sie sich für Menschen hinter den Akten interessiert.

Möchte auch etwas zurückgeben, das funktioniert aber nur wenn ich die nötige Ruhe finde und mich nicht mit Papierkram rumschlagen muss der mich so stresst das er mich unnötige Kraft kostet. Das lege ich gern in andere Hände, ich will mich nicht mehr aufregen müssen - ich bin Herzkrank! Wenn ich mich selber diagnostizieren müsste: Sozialphobie  und Depressionen können noch locker auf der Liste meiner Macken dazu. Macht das Leben auch nicht leichter.

Letzte Woche hätte ich mit dem A.... im Bett bleiben sollen. Mit meinen Schmerzen werden normale Sachen, wie zum Beispiel Duschen, zu einer Herausforderung der besonderen Art. Deswegen nehme ich schon längere Zeit mein Handy mit wenn ich duschen gehe. Sollte sicherheitshalber meiner Nachbarin meinen Schlüssel geben. Nach jedem geglückten Duschvorgang bin ich mit der Kraft am Ende. Letzte Woche ist dann wirklich etwas passiert.

Auf einmal war überall Blut! Das musste ich mir aber nicht lange anschauen denn mir wurde schwarz vor den Augen. Komisch das ich in der Situation keine Panik bekam, weil mir das warum fehlte. Als ich wieder auf den Beinen war sah mein Badezimmer aus wie ein Tatort von CSI. Ich stellte fest das ich eine minimale Wunde an der Nase hab die sich in einen kleinen Springbrunnen verwandelt hatte, also Klopapier drauf und abdrücken. Wegen meinen Stants muss ich ja Blutverdünner nehmen, ist ja ok aber in der Situation echt kontraproduktiv. Ach das hört ja gleich auf, das ist ja nur so ein Miniloch am Nasenflügel - ganz ruhig bleiben Rena. Du sitzt an deinem Schreibtisch, für das Blutbad im Badezimmer rufst du die Tatortreiniger später. Ich nahm das Telefon und rief meine Tochter an, nach 20 Minuten wurde mein Blutverlust immer größer und die Panik ins Krankenhaus zu kommen immer Heftiger. Das macht ist deprimierend weil man sich selbst nicht helfen kann, ich hab fast einen Rippenfellentzündung hinter mir. Mit so was gehe ich nicht zum Arzt, ich nehme keine Schmerztabletten mehr die machen mich krank. Weis was ich machen musste, vor ein paar Jahren hatte ich die beidseitig und jetzt nur links also halb so schlimm. Hoffendlich liest das mein Doc nicht, mein letzter Artikel hat ihm gefallen. Muss nächste Woche mal wieder meine Blutwerte überprüfen lassen und meinem Arzt erklären warum ich so schlechte Vitamin D- Werte hab. So ist das bei Nerd´s, wir scheuen das Sonnenlicht!

Ich telefonierte also mit meiner Tochter nachdem ich mich mit einer Hand angezogen hatte und mit einer Notarztpraxis telefoniert hatte und daraufhin einen Krankenwagen rief. Sie sollte am Telefon bleiben - die letzte Erfahrung mit Sanitätern war für mich nicht gut, dazu habe ich schon geschrieben - und zuhören. Ich machte die Wohnungstür auf damit falls ich ohnmächtig werde die Rettung rein kann.

Dann kam so ein Aha - Moment. Die beiden Herren waren die aus dem letzten Artikel, ich hätte ja nichts gesagt weil ich bin bis auf wenige Fälle nicht nachtragend. Als einer von den beiden dann aber sagte, hier waren wir schon einmal wohnt ihre Tochter nicht 2 Etagen unter ihnen da konnte ich nicht anders. Ja sagte ich, gedacht habe ich - oh, stramme Gedächtnisleistung da habe ich wohl einen Eindruck hinterlassen. Einen Falschen! - Dann  sagte ich um auf ihre Frage vom letzten mal zurückzukommen - es war notwendig! Auch in der schlimmsten Lage habe ich so eine ironische Art die an eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt erinnert. In einem sehr freundlichem Ton, wirklich!

Wegen der Wunde die der Meinung war - alles raus was überflüssig ist, waren die beiden genauso ratlos wie ich. Die Diskussion ob man für eine Patientin von der AOK eine große Ampulle von irgendetwas aufmacht lasse ich hier mal weg, daran habe ich mich auch nicht wirklich beteiligt. Saß auf dem Sofa, drückte mit Daumen und Zeigefinger die Wunde an meiner Nase zusammen - mir wurde immer schlechter.

Wir bringen sie jetzt ins Krankenhaus! Meine Gedanken - boah das muss ja eine Teufelsmedizin sein... Flüssiggold bestimmt. Hab ich nicht irgendwo Sekundenkleber? Wie komme ich nach Hause danach? Glaubt mir in der Welt wo ich mit meinen Panikattacken lebe ist es nicht einfach. Mein Blutdruck schießt hoch, es legen sich zwei Hände um meinen Hals, meine Kraft verschwindet und der nächste Herzinfarkt rückt in erreichbare Nähe. Die Wohnung verlassen, nach draußen, ins Krankenhaus - der blanke Horror!

Ich kann mir meinen Blick vorstellen als ich sagte. Ok, ich zieh mir etwas wärmeres über und der Rollator muss mit sonst komme ich danach nicht nach Hause alleine. Auf dem Weg ins Badezimmer ging mir durch den Kopf - meine Haare waren noch nass, meine Sachen die ich anhatte waren da ich mich nicht abtrocknen konnte auch nicht trocken, und die Reste einer Rippenfellentzündung. Entzündungswert im Blut bestimmt astronomisch. Wenn die meinen Blutdruck messen das Blut untersuchen, dabei wieder über meine Elektrolyte stolpern bin ich geliefert.

Habe mir dann das nötigste geschnappt, Krankenkassenkarte, die Stantausweise, den Medikamentenzettel und selbstredend den Tabak. Hab auch nur Nerven. Im Krankenwagen habe ich mich auf einen Stuhl gesetzt, immer noch den Springbrunnen in meinem Gesicht zudrückend mit steigender Übelkeit, gegen die aufkommende Ohnmacht ankämpfend und mit der Panik gleich einen Herzinfarkt zu bekommen. Die ersten Anzeichen dafür waren da, der linke Arm wurde langsam etwas taub und ich konnte nicht runterfahren. Der Sanitäter der mit hinten saß hat vielleicht mitbekommen was für ein Kampf in mir tobte...

Er sagte: Bleiben sie mal schön hier sitzen, ich gehe jetzt schnell rein und hole etwas was ihre Wunde verschließt, versuche das und wir bringen sie danach wieder nach Hause wenn das klappt. Da ich im Gedanken ein Stossgebot nach dem anderen nach "oben" geschickt habe seit wir auf dem Weg ins Krankenhaus waren, war das die Rettung. Das wäre das Beste was mir in dieser Situation passieren könnte antwortete ich ... und hätte fast geweint. Bin ja auch nur ein Mädchen...

Als die beiden Herren zusammen ins Krankenhaus gingen und ich schon vor mir gesehen hab - die kommen wieder und ich liege ohnmächtig im Krankenwagen, wenn die wenigstens die Tür aufgemacht hätten... ich brauch Luft! Oder eine Zigarette, meine Nerven waren angespannt wie Drahtseile. Durch meine Gedanken schoss: Gott warum? ...

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen die beiden zurück und sagten, nehmen sie jetzt mal die Hand von der Wunde. War es ein Wunder? War mein Blut schockgefrostet ich kann es nicht sagen. Das bisschen Kraft was ich in meinem Körper noch habe hatte ich allerdings verbraucht, ich konnte mich auch mit Rollator kaum auf den Beinen halten. Könnte auch an dem Blutverlust liegen. Ab dem Parkplatz ging ich dann um Würde bemüht, mit einem komischen Verband im Gesicht auf den Rollator gestützt nach oben. Schon schlimm genug in einem Haus zu leben wo dich keiner kennt, aber die schlimmsten Sachen über dich erzählt werden. Könnte ich Bücher drüber schreiben

Nun ich habe gelernt "auszublenden" , eine wichtige Überlebensstrategie. Kapitel schließen und Kapitel öffnen um neue Wege zu gehen. Sicher habe auch ich Leichen im Keller das gescheiterte Projekt "Who-is-Cooking" Das ist eine andere Geschichte die ich erst später schreibe. Sollte mir einen Rechtsberater zulegen, die Geschichte des "Balance Kochbuch" könnte das erforderlich werden lassen. Eine interessante Wendung nahm auch das Projekt einer landesweiten Datenbank. Das waren für mich Schritte auf den richtigen Weg, habe dort  viel gelernt und wie gesagt - ausblenden.

Ein absoluter Lichtblick war ein wahrer "Engel" den ich hier grüßen möchte. Die Dame hörte mir aufmerksam zu und unterstützte mich bei dem Weg "oneline" zu Arbeiten und zu sehen wie man es nicht macht. Auch bei dem Versuch Systemadmin zu werden gab sie ihr ok. Habe schnell gemerkt das dieses nicht meine Welt ist. Mit Panikattacken kann ich schlecht lernen und ich muss nicht in einer Schule sitzen um ein Buch zu lesen. Also was ein Dozent ist habe ich ein paar Monate davor erleben dürfen. "Little Boxes" habe ich immer noch. Dieser Dozent hat mein Interesse geweckt mich mit Webseiten erstellen zu beschäftigen. Er hat es mir bestimmt übel genommen das ich jetzt "Baukastensysteme" nutze. Aber in stillen Stunden schreibe ich manchmal noch daran rum.

Es gibt Menschen die müssen Wissen praktisch umsetzen. Leider musste der "Engel" aus "Rotations- Gründen" weiterziehen. Manchmal sollte man ein System prüfen. Gründlich! Diese Dame hat ihren Job ernst genommen und vermittelt und nicht verwaltet.

Kommen wir jetzt zu meinem Projekt
"Mysteriousgranny"

Es gibt viele Sachen in meiner kleinen, eingeschränkten Welt mit denen ich mich beschäftige. Fotografieren, Filmen, Musik, Kriminologie, Internet, Kryptowährung, Technik und einiges mehr. Ach ja Zocker bin ich auch. Da Facebook da nicht das richtige Medium ist bin ich nach langem suchen auf Steemit und D-Tube gestoßen. Ein Foto, ein Video oder einen Artikel einstellen und Menschen schauen sich das an und beurteilen das. Das tollste an Steemit ist dort ist lesenswerter Content zu finden. Den ich in Zukunft gerne lese, kommentiere und like um die Arbeit und Mühe zu würdigen. Möglicherweise wird mein Projekt ja dazu beitragen mein Leben als Rentner etwas besser zu machen.

 Eure Mysteriouslady

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